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Ulrike Folkerts über Rollenvergaben: "Das ist eine Unverschämtheit"

 

 Ulrike Folkerts, SWR Sommerfestifal in Mainz 2018

Interview von Janna Halbroth

Viele kennen Ulrike Folkerts als "Tatort"-Kommissarin Lena Odenthal. Dass mehr in ihr steckt, was sie über das Älterwerden denkt und welche Ungerechtigkeiten ihr im Job begegnen, erklärt die Schauspielerin im t-online.de-Interview. 

Am Sonntagabend ist Ulrike Folkerts  im ZDF-Film "Katie Fforde: Ein Haus am Meer" zu sehen. Für "Tatort-Fans eine ungewohnte Rolle. Schließlich sehen die meisten in ihr Lena Odenthal, die toughe Kommissarin mit Biss. Doch die 58-Jährige kann auch ganz anders. 

Als wir Folkerts in Berlin zum Interview treffen, sprüht sie vor Energie. Sie ist eine Frau, die Lust hat, etwas zu sagen. Die Freude daran hat, sich zu positionieren, und die sich nicht davor scheut, Ungerechtigkeiten anzusprechen und auszusprechen. Im t-online.de-Interview erklärt die Schauspielerin, was für sie eine starke Frau auszeichnet, wie sie mit männlichen Kollegen zurechtkommt und was sie besonders frei macht.
 

t-online.de: Frau Folkerts, wie waren die Dreharbeiten zu "Ein Haus am Meer"?

Ulrike Folkerts: Mir hat das wahnsinnig viel Spaß gemacht, wir hatten echt einen super Dreh und wunderbare Kollegen. Es war für mich ganz interessant, auf ein Team zu treffen, das ich nicht kannte. Mein Image als Lena Odenthal ist ein bisschen ruppig und sehr ernst. Viele denken: Mit der ist nicht gut Kirschen essen, die rastet auch mal aus. Aber ich, Ulrike, bin gar nicht so. Diese Figur in "Ein Haus am Meer", Anne Clarke, gab mir die Chance, alle zu überraschen. Dieses ganze Team hing wirklich vor dem Monitor und hat mitgelacht oder mitgeweint, das war sehr bezaubernd, was ich da erlebt habe. Das ist nicht immer so.