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Titel: Die Geschichte des Häckslers (EA)
Kategorie:
Ort: SWR
Beginnt um: 02.11.2019 21:35
Endet um: 02.11.2019 22:05
Beschreibung: www.whitepepper.de/aktuelles/h%C3%A4cksler/

Ein Tatort und seine Folgen

30 Jahre Ludwigshafener Tatort, 30 Jahre Ulrike Folkerts als Kommissarin Lena Odenthal – der SWR feiert dieses Jubiläum mit einer besonderen Produktion, der Fortsetzung des legendären Tatortes „Der Tod im Häcksler“ von 1991. Der dritte Tatort von Lena Odenthal alias Ulrike Folkerts hatte damals für große Aufregung in der Pfalz gesorgt. „Der Tod im Häcksler“ erzählt die Geschichte eines Dorfes, dessen Bevölkerung ihre Heimat für einen Staudamm aufgeben und damit reich werden will, aber ein Aussiedler stemmt sich aber dagegen. Der junge Regisseur Nico Hofmann (heute Chef der UFA) hatte ein „ironisches Märchen“ drehen wollen, die Bevölkerung der Westpfalz aber, wo der Film gedreht worden war, fühlte sich durch die Darstellung der dumpfen und brutalen Dorfgemeinschaft verunglimpft. Politiker aller Parteien, Gewerkschafter, Polizisten, der Hausfrauenbund – sie alle beschwerten sich bitter beim SWF-Intendanten. Der Protest reichte bis in den rheinland-pfälzischen Landtag und Ulrike Folkerts mußte zur Wiedergutmachung wandern in der Pfalz. 28 Jahre später kehrt der SWR in die Westpfalz zurück und spinnt die Geschichte tollkühn in einem neuen Tatort weiter. Was ist aus Lena Odenthal geworden, was aus dem Dorfpolizisten Stefan Tries, damals und heute gespielt von Ben Becker, mit dem Lena einst ein Techtelmechtel hatte? Natürlich wollte der SWR auch am gleichen Ort wieder drehen, doch der Gemeinderat des kleinen Dorfes Rathskirchen lehnte ab. Dort sind die Wunden von damals immer noch nicht geheilt.

Anläßlich der Ausstrahlung von „Tod im Häcksler“ und seiner Fortsetzung fragt die Dokumentation „Die Geschichte des Häckslers“ danach, welche Wunden damals geschlagen wurden und heute noch wehtun. Waren die Pfälzer zu empfindlich oder die Fernsehleute zu naßforsch? Gespräche mit den Schauspielern, dem Regisseur und dem Drehbuchautor und natürlich mit den Menschen von damals, die sich getroffen fühlten, erzählen ein Stück deutsche Fernsehgeschichte inklusive eines Schusses Medienkritik.
 

Eine Produktion von SWR

Ein Film von Sigrid Faltin

Länge 30 Min.

Team: Kamera  Christian Zecha,  Ton  Michael Kirn, Schnitt  Petra Hölge, Produktionsleitung  Jochen Dickbertel, Redaktion  Bernd Seidl

www.whitepepper.de/aktuelles/h%C3%A4cksler/

 




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